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Warum Menschen Fans bei Facebook werden

Markenkommunikation in sozialen Netzwerken

Ein Gastbeitrag von Björn Braune

 

Facebook-Fans

Das erklärte Ziel von Marken-Facebookpages besteht darin, mehr Fans für die Seite zu gewinnen, da diese zur Verbreitung der Inhalte und damit zur Erhöhung der Bekanntheit, der Produktverkäufe und des Traffics auf der eigenen Website beitragen. Fans und die Interaktion mit ihnen sind damit Basis und Sinn jeder Facebook-Page.

Ihr Nutzen für die Marken besteht vor allem darin, dass die auf der Facebookpage geposteten Artikel im Newsstream jedes einzelnen Fans erscheinen. Empfehlungen, also Likes, und Kommentare sehen dann wieder deren Freunde und so weiter.

Das Zauberwort an dieser Stelle heisst Hyperdistribution, allerdings bezieht sich dieser Begriff hauptsächlich auf Seiten von Tageszeitungen – Inhalte so weit wie möglich reisen lassen – doch im Sozialen Web profitieren alle Marken vom „Reisen“ ihrer Inhalte.

Die wichtigsten Gründe Fan einer Seite zu werden:

1. Hochwertige Qualität der Inhalte (Unterhaltung, Information oder beides)

2. Benefit – Fans bekommen etwas umsonst für ihre Loyalität (Tickets, Punkte o.Ä.)

3. Mit der Marke interagieren und informiert bleiben

(Siehe hierzu den Artikel auf Mashable aus dem September 2010 – die Zahlen dürften nicht mehr ganz aktuell sein, die Tendenzen sind jedoch nach wie vor ähnlich – auch wenn es sich um eine amerikanische Studie handelt.)

 

Warum Menschen Fan werden

Ein anderer Grund Fan einer Marke zu werden, ist die Profilierung: Wie in der Realität, so definieren sich auch im Netz Menschen über Marken. Wer gerne Adidas-Sneaker trägt, kann das im Social Network natürlich nicht tun, aber durch das „Fan sein“ seinen Freunden zeigen, welcher Style bevorzugt getragen beziehungsweise gelebt wird. Man könnte sagen, dass auf Facebook die Markenpages auch eine Art virtueller Kleiderschrank sind.

Wobei sich das Ganze im Netz nicht nur auf Kleidung begrenzt, sondern alles einschließt, was dem Ausschmücken des Profils dient: Die Inszenierung des Ich im Netz braucht andere Hilfsmittel als in der analogen Welt, aber hat dafür alle Möglichkeiten der Vernetzung und des Teilens.

Ist zum Beispiel mein Lieblings-Make-up auch Online präsent und erlaubt mir im Netz die Verschönerung meines Profilfotos mit einem Onlinetool, so bekomme ich einen Mehrwert für meine Inszenierung und behalte die Marke auch Offline in guter Erinnerung.

 

Menschen begegnen

Ich zeige also mit meiner Fan-Zugehörigkeit und den geposteten Dingen, wie ich in der realen Welt bin, meine Likes und Dislikes machen mich als Mensch greifbar, die Konturen meines Profils werden geschärft. Außerdem können mich dann auch andere Menschen darüber einordnen: Haben wir Gemeinsamkeiten? Hören wir ähnliche Musik, mögen die gleichen Filme, lesen die gleichen News und gehen auf die selben Partys? Vielleicht haben wir uns etwas zu sagen, könnten Freunde werden, Meinungen, Musik oder noch mehr austauschen…

 

Hier weiterlesen: Die Regeln der Onlinekommunikation für Marken

 

Björn Braune